Osteopathie

Die Osteopathie ist eine manuelle, sanfte Behandlungsmethode, die Blockaden im Körper lösen und Störungen beseitigen kann, damit die Selbstheilungskräfte besser wirken können.

Die Osteopathie wirkt auf körperliche und psychische Blockaden. Durch ein großes Spektrum an Techniken passt sich die Behandlung an die individuellen Bedürfnisse der Patientin bzw. des Patienten an.

Zu jeder Behandlung gehört eine gründliche Befundaufnahme. Dabei frage ich nach aktuellen Beschwerden und der Krankheitsvorgeschichte. Die Anamnese ist auch wichtig, um sicherzustellen, dass keine Krankheiten vorliegen, die einer osteopathischen Behandlung entgegenstehen bzw. eine ärztliche Behandlung erforderlich machen.

Die Behandlung kann sanft oder kraftvoll sein, abhängig davon, welche Art der Impulse ein Körper benötigt, um wieder ins Gleichgewicht zu gelangen. Der schmerzende Körperteil ist nicht gleichzusetzen mit der Ursache der Beschwerden. Rückenschmerzen können beispielsweise durch eine Fehlhaltung oder Muskelverkürzung des Fußes auftreten

Durch das ganzheitliche Verständnis des Körpers gewinnt die Osteopathie einen großen Vorsprung im Behandlungserfolg.

Cranioscarale Osteopathie

Ein Schwerpunkt meiner Arbeit ist die Craniosacrale Osteopathie. Sie ist die sanfteste Form der Osteopathie, die bevorzugt für Babies und Kindern eingesetzt wird, aber auch bei Erwachsenen tief und effizient wirkt.

Wirkmechanismus

Die Craniosacrale Osteopathie bzw. Therapie ist eine sehr feine und sanfte, jedoch intensive und tiefgehende Körperarbeit. Sie beschäftigt sich mit dem System der Gehirn- und Rückenmarksflüssigkeit, dem Liquor.

Die Gehirn- und Rückenmarkshäute kleiden den Schädel (Cranium) und die Wirbelsäule bis zum Kreuzbein (Sacrum) durchgehend aus. Der Liquor fließt in den Gehirn– und Rückenmarkshäuten und pulsiert dabei. Diese Pulsation wird als craniosacraler Rhythmus bezeichnet. Auch andere gezeitenartige Bewegungen können im Liquor beobachtet werden. Sie werden über die angrenzenden Strukturen auf den ganzen Körper übertragen. Wie der Atem und der Herzschlag sind die Bewegungen und Pulsationen des Liquors lebenswichtig und beeinflussen unsere Lebenskraft, Gesundheit und unser Wohlbefinden. Störungen in dem „Lebensfluss“ des Liquors können vielfältige Ursachen haben z.B. Unfälle, Stürze, Operationen, Erkrankungen oder Verspannungen, aber auch lang anhaltender Stress.

Craniosacrale Therapie behandelt deshalb nicht nur Schädel und Kreuzbein sondern auch die inneren Organe (viszerale Therapie), die Wirbelsäule, Gelenke, Muskeln und Faszien (parietale Therapie), den ganzen Körper.

Behandlungsablauf

Der Patient/die Patientin bleibt während der Behandlung bekleidet. Er /sie liegt auf einer bequemen Behandlungsliege. Es kann aber auch im Sitzen oder Stehen behandelt werden. Der/die Behandler/in erfühlt mit sehr viel Achtsamkeit den Körper der Patientin/des Patienten. Die Grenzen des gesamten Systems - Körper, Geist und Seele – werden so respektiert.

Dies ist insbesondere bei langjährigen Schmerzpatienten hilfreich. Ebenso bei Patienten mit hoher psychischer Belastung z.B. durch eine Erkrankung oder bei Traumata durch Operationen, Unfällen, eine schwere Geburt usw.. Der/die Behandler/in kennt sich deshalb mit den Auswirkungen von Stress, Schock und Trauma aus und kann Patienten während der Behandlung verbal begleiten.

Anwendungen

Die craniosacrale Therapie dient sowohl dem kranken als auch dem gesunden Menschen.

Sie kann alleine oder ergänzend zu anderen Therapien eingesetzt werden:

  • bei Störungen des Zentralnervensystems wie Multiple Sklerose, Morbus Parkinson,
  • Apoplex, Cerebrale Parese, Trigeminusneuralgien, Alzheimer, Koma
  • bei Schmerzzuständen wie Migräne, Ischialgien, Lumbalgien, Bandscheibenvorfällen
  • bei Augen-, Ohr- und Kiefergelenksbeschwerden; Schwindel und Tinnitus
  • bei Muskelverspannungen, Kopf-, Nacken-, Schulter und Rückenproblemen
  • bei rheumatischen Erkrankungen
  • bei Schlaflosigkeit
  • bei der Behandlung von Traumata wie Schleudertrauma, Geburtstrauma, Unfälle, Operationen
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Stressreduktion, zur Erhöhung der Belastbarkeit
  • Schwangerschaft und Geburt
  • Schwangerschaftsbeschwerden
  • Geburtsvor- und nachbereitung
  • Säuglingsbehandlung
  • Anwendungen bei Kindern
  • Autismus
  • Hyperkinese
  • Lern- und Konzentrationsstörungen, ADHS
  • Kieferfehlstellungen
  • Immunschwächen